Jalag reagiert

23. August 2009

Nachdem FREELENS gestern Abend eine Pressemitteilung heraus gegeben hat, berichtete unter anderem der Branchendienst MEEDIA über die Problematik der Jalag Verträge. Ihnen gegenüber äußerte sich der Verlagsgeschäftsführer des Jahreszeitenverlages Peter Rensmann: „Wir weisen die Vorwürfe zurück. Wir sind gerne bereit, uns auf sachlicher Ebene mit jedem einzelnen Fotografen auszutauschen." Warum Einzelgespräche statt konkreter Verhandlungen?

Laut MEEDIA sagte Rensmann zudem: „Das Angebot zur Zusammenarbeit des Jahreszeitenverlages an die Fotografen, soll unverändert partnerschaftlich gelebt werden und ist nicht marktunüblich." Gerade darum geht es doch: Der Jahreszeitenverlag macht sich zum Vorreiter derartiger Vertragsbedingungen. Fotografen dagegen setzen sich dafür ein, dass sie NICHT marktüblich werden. Es wird sich zeigen, was Herr Rensmann unter Partnerschaft versteht.

Hier geht es zum MEEDIA Artikel:
http://meedia.de/nc/details/article/XXX_100019459.html

Der erste G-Day

11. Juni 2009

 

Am Donnerstag, 2. Juli 2009 ab 8.30 Uhr findet der erste G-Day statt. Wir treffen uns alle vor dem Verlagsgebäude des Jahreszeiten-Verlages im Poßmoorweg 2, Hamburg. Das Motto des Tages: Wir entscheiden selbst, wann und an wen wir welche Fotos verschenken.

Man sieht sich ;-)

 

Stellungnahme des Jalag zur Zeit-Anzeige - Kommentierung durch FREELENS

8. Juni 2009

 

Stellungnahme zur Freelens Anzeigenschaltung in DIE ZEIT vom 04.06.2009 durch den Jahreszeiten Verlag. Hier gibt es das Original.

Kommentierung durch FREELENS 08.06.2009

Die Fotografenvereinigung Freelens und einzelne Fotoagenturen setzen ihre unsachlich geführte Kampagne gegen den JAHRESZEITEN VERLAG wegen dessen Fotografen-Rahmenvereinbarungen fort. Zu der am 4. Juni 2009 in der Wochenzeitung DIE ZEIT veröffentlichten Anzeige erklärt Verleger Thomas Ganske: „In der Kampagne geht es doch tatsächlich mehr um die Interessen der Agenturen als die der Fotografen. Denn die Agenturen stehen mit der erfolgreichen Arbeit der Syndication des JAHRESZEITEN VERLAG im Wettbewerb. Viele Fotografen haben das Angebot des Verlags angenommen und arbeiten erfolgreich für ihn und der Verlag für sie.“

Die Anzeige wurde von Fotografen, Fotoagenturen und Fotografenverbänden geschaltet - in dieser Reihenfolge. Die Anzeige ist an keiner Stelle unsachlich. Sie ist ein Hingucker, wie es sich für Fotografen gehört. Und es handelt sich auch nicht um eine Kampagne – es ist der Versuch mit Ihnen, Herr Ganske, zu reden – wie es unter Hamburgern üblich ist. Unsere Gesprächsangebote haben Sie bis jetzt ja konsequent abgelehnt.

Wenn Sie, Herr Ganske, behaupten, es geht hier in erster Linie um die Belange der Bildagenturen, unterliegen Sie einem Irrtum. Denn mehr als 3.000 Fotografen haben den Appell unterschrieben und den Widerstand an die Öffentlichkeit gebracht - lange bevor die Bildagenturen sich dem Protest angeschlossen haben.

Die Geschäftsführung des Verlags äußerte Unverständnis, dass Freelens seinen Mitgliedern unverändert ihre Antwortschreiben vorenthält, den Meinungsaustausch zensiert und stattdessen den Verlag öffentlich diffamiert: „Wir können die dramatischen Veränderungen im Bildmarkt nicht aufhalten, sondern müssen als Marktteilnehmer damit umgehen“, sagt Peter Rensmann, Geschäftsführer Special Interest Magazine im JAHRESZEITEN VERLAG. „Anders als manche andere Verlage und Marktteilnehmer haben wir den konstruktiven Weg gewählt, weiter aufwändige Eigenproduktionen mit deutschen Fotografen zu realisieren. Der Verlag muss aber die Möglichkeit haben, seine Investitionen und Vorfinanzierungen wieder am Markt zu verdienen.“

Wie ihre Geschäftsleitung auf den Gedanken kommt, FREELENS halte Informationen zurück, erschließt sich uns nicht. Als journalistische Organisation fühlt sich Freelens grundsätzlich der Wahrheit verpflichtet. Es ist nicht die Aufgabe von FREELENS, das Sprachrohr des Jahreszeiten Verlages (Jalag) zu sein. In diesem Zusammenhang sollten sie ihren Einsatz des Begriffes „zensiert“ einmal überdenken. Aber sämtliche offenen Briefe und Presseerklärungen des Jalag haben ihren Weg zu den Fotografen gefunden und dort in erster Linie Unverständnis und Ärger hervorgerufen.

Der von Freelens in diesem Zusammenhang formulierte Vorwurf der „Zwangssyndication“ ist falsch. Denn die Rahmenvereinbarung bezieht sich nur auf Bildproduktionen, die vom JAHRESZEITEN VERLAG konzipiert, realisiert und vorfinanziert werden, die es also ohne den Verlag nicht geben würde. „Für diese wollen wir als Vermarkter tätig werden, weil sich solche Eigenproduktionen sonst nicht mehr realisieren lassen“, erläutert Rensmann. Es ist ebenfalls nicht richtig, dass mit der Einführung der Rahmenvereinbarung eine Kürzung der Honorare verbunden wäre.

In der Anzeige wird an keiner Stelle von „Zwangssyndication“ gesprochen.

Und wenn Ihre Syndication so erfolgreich ist, warum zwingen Sie dann die Fotografen dort hinein? Wenn Ihre Aussage zur Qualität ihrer Syndication stimmt, werden die Fotografen Sie überrennen – keine Sorge.

Entgegen der später behaupteten Marktüblichkeit hat der Fotograf auch nach Ablauf des Vertrages keine Möglichkeit, dass der Syndikation zum Verkauf überlassene Material zurück zu erhalten. Tatsächlich ist marktüblich, dass, wenn ein Fotograf die Agentur wechselt, er selbstverständlich sein Material zurück erhält. Er ist und bleibt der Urheber und damit auch der einzige Rechteinhaber, der über seine kreative Arbeit bestimmen sollte.

Theoretisch handelt sich nicht um eine Honorarkürzung, es ist nur leider so, dass mit dem einmalig gezahlten Honorar ab sofort alle Veröffentlichungen innerhalb der gesamten Ganske-Gruppe honorarfrei erfolgen und dies zeitlich und räumlich unbegrenzt. Sie wollen also deutlich mehr Ware für das gleiche Geld.

Die Rahmenvereinbarung für Fotografen ist marktüblich und weicht - anders als dies behauptet wird - weder von Branchenstandards ab, noch verletzt sie das Urheberrecht. Nutzungsrechte an dem produzierten Material werden in dem Umfang beansprucht und übertragen, wie dies üblicherweise für eine erfolgreiche Syndication mit Dritten erforderlich ist, von der die Fotografen partizipieren. „Unsere Syndication offeriert eine überdurchschnittliche Nettoerlös-Beteiligung. Davon und vom erweiterten Produktionsvolumen profitieren bereits die zahlreichen Fotografen, die sich zu einer Fortsetzung der Zusammenarbeit mit unserem Hause entschlossen haben“, so Rensmann weiter.

Sie betonen immer wieder, dass ihre Rahmenvereinbarungen marktüblich sind. Bitte, welcher Verlag verlangt von seinen Fotografen dasselbe wie sie und lässt Vertragszusätze und Änderungen in keiner Weise zu? Werden sie deutlich und nennen sie Namen. Wir haben Ihnen, auf Ihren Wunsch hin, Verträge von anderen Premium-Magazinen zukommen lassen. Leider erfolgte von Ihnen keinerlei Reaktion.

Die unwahre Behauptung der Marktüblichkeit gewinnt nicht dadurch an Wahrheit, dass sie immer und immer - wider besseren Wissens - wiederholt wird.

Einen Kernpunkt der Anzeige haben Sie leider nicht kommentiert: Die von Ihnen in Ihrem Rahmenvertrag verlangte Verwendung aller Fotos, ohne zusätzliches Honorar, in allen Objekten der gesamten Ganske-Gruppe.

Sehr geehrter Herr Ganske, in diesen ohne Frage schwierigen Zeiten gilt es gemeinsam einen Weg zu finden, der allen Beteiligten die Möglichkeit gibt, ihren Beruf weiter auszuüben. Deswegen haben wir ihnen immer wieder Angebote unterbreitet. Lassen sie uns einen gemeinsamen Weg finden, diese Krise zu meistern. Wir wiederholen erneut unsere Dialogbereitschaft.
   
Unterschrieben von inzwischen über 3.700 Fotografen
 

Fotografen und Agenturen wiederholen ihr Gesprächsangebot an Thomas Ganske und den Jahreszeiten Verlag

4. Juni 2009

English version below

Fotografen und Agenturen wiederholen ihr Gesprächsangebot an Thomas Ganske und den Jahreszeiten Verlag

Ganzseitige Anzeige in "Die Zeit"

Anfang März 2009 präsentierte der Jahreszeiten Verlag seinen Fotografen einen neuen Produktionsvertrag, der eine umfangreiche Rechteübertragung beinhaltete.

So soll die Verwendung der Fotos in der gesamten Ganske-Gruppe, zu der u.a. der Jahreszeiten Verlag, die Verlage Hoffmann und Campe sowie Travelhouse Media gehören, ohne weitere Honorarzahlungen möglich sein – quasi eine Flatrate für Fotos – einmal zahlen, ewig nutzen.

Darüber hinaus sollen die Fotos exklusiv durch den Jahreszeiten Verlag an Dritte weiter verkauft werden – eine Umgehung der marktüblichen Entscheidungsfreiheit der Fotografen.

Nach wie vor weigert sich der Verlag mit den Fotografen zu verhandeln. Dabei sind es vor allem auch die Fotografen, die über viele Jahre mit ihren Fotos die Erfolge von Magazinen wie Merian oder den Feinschmecker erst möglich gemacht haben – das soll heute nichts mehr zählen.

Die Fotografen haben sich mehrfach offen gezeigt für Kompromisse – und dies unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Situation beider Seiten. Dies wird vom Jahreszeiten Verlag nicht beachtet. Er ist seit drei Monaten zu keinerlei Verhandlungen bereit.

Inzwischen haben sich über 3.500 Fotografen und Fotoagenturen dem FREELENS-Appell gegen solche Produktionsbedingungen angeschlossen – darunter die Crème de la Crème des deutschen und internationalen Fotojournalismus.

Die Fotografen und Agenturen fordern, dass sich der Verlag auf eine ergebnisoffene Verhandlung unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Interessen beider Seiten einlässt.

Mit der heutigen, ganzseitigen Anzeige in der Zeit wollen die Autoren ihrer Forderung nach fairen Vertragsbedingungen Ausdruck verleihen.

Die ANZEIGE (PDF - 350KB)

Photographers and agencies repeat their offer to negotiate with Thomas Ganske and the Jahreszeiten publishing house

Full-page advertisement in the magazine Die Zeit

Early in March 2009, the Jahreszeiten publishing house offered its photogra-phers a new production agreement, providing for an extensive transfer of rights.

In terms of this agreement, the use of photographs throughout the Ganske Group, which extends to include the Jahreszeiten publishing house, the publishers Hoffmann und Campe as well as Travelhouse Media, is to be possible without any additional fees being payable – a kind of flat rate for photographs - pay once, use in perpetuity.

In addition, the photographs are to be exclusively marketed by the Jahreszeiten publishing house to third parties – avoiding the photographers’ customary discretion in the marketplace.

As in the past, the publishing house refuses to negotiate with the photogra-phers.
After all, the photographers in particular are responsible with their photo-graphs for making the successes of such magazines as Merian or Der Feinschmecker possible in the first place in all these years – doesn’t that matter any longer today?

On several occasions the photographers have shown that they are ready to make compromises – taking account of the financial situation of both parties. This has been disregarded by the Jahreszeiten publishing house. For three months now, it has shown no signs whatsoever of being ready to negotiate.

Meanwhile more than 3,500 photographers and photo agencies have joined the FREELENS appeal against such production conditions – including the crème de la crème of German and international photo journalist community.

The photographers and agencies call upon the publishing house to agree to free and unfettered negotiations, taking account of the financial interests of both parties.

With today’s full-page advertisement in the magazine Zeit, the authors want to underscore their appeal for fair contractual terms and conditions.

The ADVERTISEMENT (PDF - 350KB)
 

FREELENS überreicht 2.561 Unterschriften an Thomas Ganske

6. Mai 2009

FREELENS hat gestern an Thomas Ganske, den Eigentümer des Jahreszeiten Verlages,  die Namen von 2.561 Unterzeichnern des FREELENS Appells übersandt.

 

Die Unterzeichner wehren sich mit dem Appell gegen Produktionsverträge, wie sie der Jahreszeiten-Verlag für seine Magazine wie Feinschmecker, Merian, Petra, Für Sie etc. durchsetzen will. Insbesondere die Zwangssyndizierung, also den Weiterverkauf der Fotos und die für den Verlag kostenlose Verwendung der Fotos in der ganzen Verlagsgruppe und in weiteren angeschlossenen Unternehmen empören die Fotografen. Zu Verhandlungen über diese Punkte ist der Verlag nicht bereit.

Aktuell haben sich dem Appell  bis heute schon 2.719 Fotografen und andere Medienschaffende angeschlossen - und täglich werden es mehr.  Unter den Unterzeichnern befindet sich Crème de la Crème der deutschen und internationalen Fotografenszene - darunter etliche Fotografen der legendären Agentur Magnum, die Vertreter der bedeutenden deutschen Autoren-Agenturen wie laif, Focus, look sowie etliche Foto-Professoren.

Darüber hinaus haben zahlreiche Fotografen ihre Foto-Agenturen angewiesen, Objekten der Ganske-Gruppe keine Archiv-Fotos mehr zu liefern.

Zum Appell

Totengräber des Fotojournalismus
- Presseerklärung von FREELENS e.V.

15. April 2009

[read this in english]

Totengräber des Fotojournalismus

Fotojournalisten verweigern sich dem Jahreszeiten Verlag

Seit März ist der Jahreszeiten Verlag für die Fotobranche ein rotes Tuch. Seitdem legen alle Verlagsobjekte einen neuen Vertrag vor, der nicht nur Fotojournalisten entsetzt. Weil die Vertragsbedingungen ihre Rechte extrem beschneiden und mit großer Rücksichtslosigkeit durchgesetzt werden sollen, stößt die Verlagspolitik auf eine massive Protestwelle von Fotografen und Bildagenturen.

Zur Ganske Verlagsgruppe gehört der Jahreszeiten Verlag mit Zeitschriften wie „Für Sie“, „Petra“, „Selber machen“, „Merian“, „Der Feinschmecker“ sowie „Architektur und Wohnen“. Die Verlagsgruppe tut sich zurzeit besonders damit hervor, die Rechte von Fotografen auszuhebeln. Mit dem vorgelegten Rahmenvertrag für Fotoproduktionen will sich der Verlag außergewöhnlich umfangreiche Rechte der Fotografen übertragen lassen.

Dabei stellt sich Verleger Thomas Ganske als Bewahrer von Urheberrechten dar. So hat er an prominenter Stelle den so genannten Heidelberger Appell unterzeichnet, in dem es heißt: „Autoren und Verleger lehnen alle Versuche und Praktiken ab, das für Literatur, Kunst und Wissenschaft fundamentale Urheberrecht, das Grundrecht der Freiheit von Forschung und Lehre sowie die Presse- und Publikationsfreiheit zu untergraben." Ganske setzt sich dabei für die Urheberrechte von Verlegern ein – die Rechte von Fotografen beschneidet er, wo es nur geht.

So versucht der Jahreszeiten Verlag (kurz Jalag) sich das Eigentumsrecht an dem gelieferten Original-Bildmaterial anzueignen – und zwar an allen während eines Auftrages aufgenommenen Fotos. Mit Hilfe von Vertragsklauseln sollen die Fotoschaffenden auch gleich dem gesetzlich verbrieften Bestimmungsrecht über die Verwendung ihrer Fotos entledigt werden. Denn nur noch der Verlag könnte dann ausschließlich über die Nutzung entscheiden.

Im Heidelberger Appell klingt es – mit Unterstützung von Thomas Ganske – ganz anders: „Es muss auch künftig der Entscheidung von Schriftstellern, Künstlern, Wissenschaftlern, kurz: allen Kreativen freigestellt bleiben, ob und wo ihre Werke veröffentlicht werden sollen. Jeder Zwang, jede Nötigung zur Publikation in einer bestimmten Form ist ebenso inakzeptabel wie die politische Toleranz gegenüber Raubkopien, wie sie Google derzeit massenhaft herstellt.“

„Indem sich die Ganske Verlagsgruppe exklusiv sämtliche Nutzungsrechte an den Aufnahmen und sämtliche Verwertungsmöglichkeiten einräumen lassen will, entrechtet sie Fotografen in beispielloser Weise", kommentiert Lutz Fischmann das Vorgehen der Verlagsleitung. Er ist Geschäftsführer von FREELENS, dem Verband der Fotojournalistinnen und Fotojournalisten, mit über 1800 Mitgliedern. Sollte ein Fotograf den Vertrag unterschreiben, bleibt ihm nichts mehr – auch nicht die Möglichkeit seine Arbeiten später als Archivfotos selbst zu vermarkten. In den Vertragsklauseln wird nämlich die kostenlose Nutzung der Bilder in allen Print- und Online-Objekten der Verlagsgruppe gesichert. Damit wären über Jahre hinweg unzählige Veröffentlichungen möglich, die nur mit einem kleinen Arbeitshonorar abgegolten werden, das lediglich die einmalige Nutzung abdeckt. „Ein Ausverkauf zu Lasten der Fotografen", wie Lutz Fischmann meint.

Zudem verbindet der Verlag mit seinen Aufträgen eine Zwangssyndizierung – behält sich also die ausschließliche weitere Vermarktung vor. Bei den heutigen Honoraren gehört die Archivverwertung wesentlich zur Existenzgrundlage von Fotojournalisten. Diese Zweitvermarktung haben die meisten Fotografen seit langem in die Hände von Bildagenturen gegeben, an die sie vertraglich gebunden sind.

Es geht aber nicht allein um die Honorierung fotografischer Arbeit, sondern um die Demontage der Fotografenrechte, die auch andere Medienunternehmen Schritt für Schritt vorantreiben wollen. „Mit seiner Vorreiterrolle macht der Jahreszeiten Verlag sich zum Totengräber des Fotojournalismus" sagt der FREELENS Geschäftsführer, „Dieser Rahmenvertrag stellt alles auf den Kopf, was bisher die Basis der Zusammenarbeit zwischen Fotografen und Verlagen war.“ Seine Bedingungen will der Verlag offensichtlich mit aller Härte durchsetzen. Fotojournalisten berichten, dass ihnen bei Fotoaufträgen keine Alternative gelassen wurde. Wir beschäftigen nur noch Fotografen zu diesen Konditionen – Vertragsänderungen ausgeschlossen, hieß es. Übersetzt: friss oder stirb.

Dass die Ganske Verlagsgruppe Fotojournalisten ein Diktat auferlegen will – begleitet von nicht zu überhörenden Drohungen – stößt auf eine massive Ablehnungswelle. Hunderte Fotografen haben die Vertragsbedingungen bereits abgelehnt und verweigern ihre weitere Mitarbeit – eine Phalanx, die sich wie das Who ist Who des Fotojournalismus liest. Etliche Fotografen haben außerdem ihre Bildagenturen angewiesen, die Verlagsgruppe von der Verwendung ihrer Archivfotos derzeit auszuschließen.

„Alle Fotografen und Bildagenturen, die dem Jahreszeiten Verlag eindeutig signalisieren wollen, dass derartige Vertragsbedingungen nicht akzeptabel sind, können sich unserer Initiative anschließen", lautet die Botschaft des FREELENS Vorstandes an die gesamte Bildbranche.

Bisher reagiert die Geschäftsleitung auf den Protest mit Allgemeinplätzen. Auf ein Schreiben von FREELENS antwortet Geschäftsführer Thomas Ganske: „Ich wünsche mir für die Zukunft eine konstruktive Zusammenarbeit. Wir werden unsererseits alles dafür tun, dass die hochwertigen Zeitschriften aus unserem Hause weiter erscheinen können." Ob sie dann auch hochwertige Fotos enthalten, ist die Frage.

„Konstruktive Zusammenarbeit kann nicht mit einseitigem Diktat funktionieren. Hoffentlich setzt sich diese Erkenntnis auch bei der Verlagsleitung durch – wir jedenfalls sind für Verhandlungen offen", sagt Lutz Fischmann. Ob sich der Jahreszeiten Verlag wieder als „attraktive Plattform für die geschätzte Arbeit ihrer Mitglieder" präsentieren kann, wie es Thomas Ganske gegenüber FREELENS darstellt, ist unklar – derzeit hat er seine Attraktivität verloren.

The gravediggers of photojournalism

15. April 2009

[auf deutsch lesen]

Photojournalists refuse to cooperate with Jahreszeiten publishing house.

Since March, the Jahreszeiten publishing house has been like a red rag to a bull for photojournalists. All divisions of the publishing house have since submitted a new agreement that not only photojournalists find appalling. Because the contractual terms and conditions represent an extreme restriction of their rights and are to be ruthlessly imposed, the policy of the publishing house has met with a massive wave of protest from photographers and photo agencies.

The Ganske publishing group includes the Jahreszeiten publishing house, featuring magazines such as  "Für Sie", "Petra", "Selber machen", "Merian", "Der Feinschmecker" as well as "Architektur und Wohnen". At present, the publishing group appears to be focusing in particular on depriving photographers of their rights. By means of the general agreement presented for photo productions, the publishing house wants to have exceptionally extensive rights of photographers transferred to it,
even though publisher Thomas Ganske professes to be a protector or champion of intellectual property rights. For instance, he was a prominent signatory of the so-called Heidelberg Appeal, according to which: "Authors and publishers reject all attempts and practices to undermine the fundamental intellectual property rights to literature, art and science, the fundamental right to freedom of research and teaching as well as freedom of the press and publication." In the process, Ganske commits himself to the intellectual property rights of publishers - while curtailing those of photographers wherever he can.

For instance, the Jahreszeiten publishing house (or "Jalag") is trying to acquire ownership rights to the original photographic material supplied, namely of all photographs taken in the course of an assignment. With the aid of contractual clauses, photographers are simultaneously to be deprived of their right to dispose of their photographs as they wish, a right enshrined in legislation. The aim is to allow only the publishing house to determine the use of such photographic material.

The wording of the Heidelberg Appeal - supported by Thomas Ganske - is completely different, however: "It must be left up to the authors, artists, scientists - in short: all creative individuals - to decide whether and where their works are published in future. Any compulsion, any force to publish something in a certain form is just as unacceptable as political tolerance vis-à-vis pirated copies of the kind being massively produced by Google at present."

"By wanting to have all copyrights and similar rights of use to photographs, the Ganske publishing group is depriving photographers of their rights in an unprecedented fashion" says Lutz Fischmann in commenting on the approach being adopted by the management of the publishing house. He is the general manager of FREELENS, the association of photojournalists comprising more than 1800 members. Should photographers sign the agreement, they will be left with absolutely nothing - not even the possibility of marketing their works later in the form of archive photographs.  This is because the contractual clauses are intended to secure free-of-charge use in all print and online objects of the publishing house. This would make untold publications possible for many years, in return for only a modest work fee that merely covers single, non-recurring use. "This is a sell-out at the expense of the photographers," says Lutz Fischmann.

Moreover, the publishing house demands compulsory syndication in placing its orders - in other words, it reserves the exclusive right to further marketing. As part of today’s fees, the use of archive material accounts for a substantial share of the basis of photojournalists’ livelihood.  Most photographers placed this secondary marketing option into the hands of photo agencies (to which they are contractually bound) a long time ago.

However, the main issue here is not only payment for photographic work, but photographers being deprived of their rights, a process that other media organisations also want to implement step by step. "With its pioneering role, the Jahreszeiten publishing house is making itself the gravedigger of photojournalism" says the general manager of FREELENS. "This general agreement turns everything upside down that used to be the basis for cooperation between photographers and publishing houses in the past." The publishing house evidently plans to push through its terms and conditions with all its might. Photojournalists report that they were left no alternative when it came to photographic assignments. ‘We appoint photographers only on these terms - and contractual amendments are ruled out,’ as reported.

In other words: there is absolutely no other option.

The fact that the Ganske group of publishers wants to dictate terms and conditions to photographers, attended by unmistakable threats - is meeting with a massive wave of rejection. Hundreds of photographers have already refused to accept the contractual terms and conditions and to cooperate with the publishers - a long list that reads like the "Who is Who" in the world of photojournalism. Moreover, quite a few photographers have instructed their photo agencies to prohibit the publishing group to use their archive photographs at present.

"All photographers and photo agencies who want to give the Jahreszeiten publishing house a clear indication that contractual terms and conditions of this kind are unacceptable are welcome to join our initiative", runs the message of the FREELENS manager to the entire photography business.

So far, the management has responded to the protest with platitudes. In reply to a letter from FREELENS, general manager Thomas Ganske wrote: "I look forward to constructive cooperation in future. We on our part will do everything we can to ensure that the top-quality magazines can continue to be released by our publishing house." The question is whether they will still contain top-quality photographic material, however.

"Constructive collaboration cannot work by unilateral decree. We hope the management of the publishing house will also realise this - we, at any rate, are open to negotiations," says Lutz Fischmann. Whether the Jahreszeiten publishing house will be able to continue presenting itself as an "attractive platform for the esteemed work of its members", as Thomas Ganske writes to FREELENS, is unclear – at present it certainly has lost its attractiveness.

FREELENS was established in 1995 by 128 photo journalists to rectify the progressively worsening conditions under which they were forced to work. Today, the professional association has over 1,850 members, making it the largest group of photo journalists in Germany.

FREELENs e.V.

Steinhoeft 5, 20459 Hamburg, Germany, phone +49-40-300664-0, Fax +49-40-300664-20, post@freelens.com, www.freelens.com

Schlechte Jahreszeiten

8. April 2009

Der Jahreszeiten Verlag hat zahlreiche Fotojournalisten gegen sich aufgebracht. Das zur Ganske Verlagsgruppe gehörende Unternehmen publiziert Zeitschriften wie „Für Sie“, „Petra“, „Selber machen“, „Merian“, „Der Feinschmecker“ sowie „Architektur und Wohnen“.

Seit März geben die Redaktionen Rahmenverträge für Fotoproduktionen heraus, die auf massiven Widerstand stoßen. Aber der Jahreszeiten Verlag lässt den Fotojournalisten, die für ihn arbeiten wollen, keine Wahl. Per Zwangssyndizierung sollen sie nahezu alle Rechte abgeben, und sämtliche während des Auftrages erstellten Fotos dem Verlag überlassen. Dabei wird nicht lange gefackelt und gefragt – wer nicht akzeptiert, ist seinen Auftraggeber los.

Urheber, die den neuen Vertrag unterschreiben, geben ihr Recht der Selbstbestimmung über die eigenen Werke ab. Gegen die Entrechtung und den Ausverkauf ihres geistigen Eigentums haben sich bereits hunderte von Fotojournalisten gewehrt und dem Jahreszeiten Verlag die Zusammenarbeit versagt.

Weitere Informationen gibt es im nächsten Artikel

Zum Appell und zur Unterschriftenliste

Ein unmoralisches Angebot

8. April 2009

Man sagt, dass Thomas Ganske seiner Leidenschaft für Ferraris eher diskret frönt.  Der Geschäftsführer der Ganske Verlagsgruppe scheint der Prototyp des ehrbaren Kaufmanns zu sein, unprätentiös, kontaktfreudig – aber medienscheu.

Für einen Verleger verständlich, ist Thomas Ganske besorgt um die Wahrung der Urheberrechte. So hat er an prominenter Stelle den so genannten Heidelberger Appell unterzeichnet, in dem es heißt: „Autoren und Verleger lehnen alle Versuche und Praktiken ab, das für Literatur, Kunst und Wissenschaft fundamentale Urheberrecht, das Grundrecht der Freiheit von Forschung und Lehre sowie die Presse- und Publikationsfreiheit zu untergraben. Es muss auch künftig der Entscheidung von Schriftstellern, Künstlern, Wissenschaftlern, kurz: allen Kreativen freigestellt bleiben, ob und wo ihre Werke veröffentlicht werden sollen. Jeder Zwang, jede Nötigung zur Publikation in einer bestimmten Form ist ebenso inakzeptabel wie die politische Toleranz gegenüber Raubkopien, wie sie Google derzeit massenhaft herstellt.“

Dass sich Medienleute wie Ganske dagegen wenden, ist gut. Denn das Urheberrecht wird in einer digitalen Welt von allen Seiten bedroht.

Allerdings auch von Thomas Ganske.

In Thomas Ganskes Persönlichkeit scheinen zwei Seelen zu schlummern: die des Publizisten und die des Unternehmers. Als Publizist setzt er sich für das Urheberrecht ein, aber als Unternehmer versucht er Urhebern möglichst viele ihrer Rechte abzutrutzen.

Ein Teil der Ganske Verlagsgruppe, der Hamburger Jahreszeiten Verlag, tut sich zurzeit besonders damit hervor, Fotografen ihrer Möglichkeiten zu berauben. Der Verlag, der Zeitschriften wie „Für Sie“, „Petra“, „Selber machen“, „Merian“, „Der Feinschmecker“ sowie „Architektur und Wohnen“ publiziert, löste mit neuen Rahmenverträgen eine Protestwelle unter Fotografen und Bildagenturen aus. Diese Regelungen unterscheiden sich von den bisherigen drastisch.

FREELENS, der Verband der Fotojournalistinnen und Fotojournalisten, mit über 1800 Mitgliedern, prüfte den Vertrag und kritisiert in einem Schreiben gegenüber Thomas Ganske, Vorstand der Ganske-Gruppe, im Wesentlichen drei Punkte.

Autorenrechte kontra Bilderflut

Zukünftig sollen alle aufgenommen Fotos den Redaktionen geliefert werden. Wer ein wenig von der Materie versteht, ist verwundert: Dieser Passus wird den Fotoredakteuren unerfreuliche Bilderfluten bescheren: Dank der Digitalisierung der Fotografie ist die Anzahl der Auslösungen sprunghaft angestiegen. Bei mehrtägigen Reportagen entstehen schnell tausende von Bildern.

Ein Problem, das der Verlag zu lösen hat – der Fotojournalist dagegen soll in seinen Autorenrechten massiv beschnitten werden, denn er ist Autor seiner Fotoreportage. Er wählt die Bilder aus, die er als maßgeblich für den Inhalt seiner Reportage hält. Dieser Auswahlprozess ist Teil des journalistischen Handelns, ähnlich wichtig, wie das Fotografieren selbst. Der Fotojournalist hat einen Anspruch darauf, sein Werk in der von ihm geschaffenen und gestalteten Form zu präsentieren – wie es auch der Heidelberger Appell fordert.

Bei Textjournalisten ist dies selbstverständlich. Sie machen sich bei der Recherche viele Notizen und aus der Essenz dieser Notizen entsteht die Geschichte. Niemals würde eine Redaktion die Notizen von einem Wortjournalisten einsehen wollen. Oder fordert man demnächst auch von Autoren jeden missratenen Satz?

Nach der Entmündigung kommt die Enteignung

In Zukunft will der Jahreszeiten Verlag sehr weitgehende Nutzungsrechte exklusiv erwerben und diese auch an Dritte weitergeben können. So sollen die Bilder nicht nur vom auftraggebenden Magazin, sondern auch von sämtlichen Objekten der Ganske Verlagsgruppe, ohne weitere Honorierung genutzt werden. Hier galt bislang grundsätzlich: Bei einer Nutzung durch Dritte, auch innerhalb des Verlages, erfolgt eine erneute Honorierung.

Die Exklusivität - also das Recht des Verlages, die Bilder alleinig zu nutzen - war in aller Regel zeitlich begrenzt, zum Beispiel für ein halbes Jahr. Danach konnte der Fotojournalist die Bilder anderweitig verwerten, also an andere Medien verkaufen, in der Regel über eine Bildagentur. Ein wichtiger Teil der Existenzsicherung von Fotografen.

Einschränkung der Marktchancen

Fotojournalisten haben also per Vertrag keine Möglichkeit mehr, ihre Bilder selbst oder über ihre Bildagentur zu vermarkten. Sie werden gezwungen diese exklusiv in die Hände der Syndication, also der In-House Bildagentur des Verlages, zu geben. Der Begriff "Zwangs-Syndication" macht unter den Betroffenen die Runde. Für Bildverkäufe sollen Fotojournalisten 50 Prozent der Netto-Erlöse erhalten, die der Syndication zufließen. Völlig unklar bleibt, wie sich diese Netto-Erlöse überhaupt errechnen. Rechenkunststücke zu Lasten der Fotografen sind dabei vorprogrammiert.

Hart würde die Fotojournalisten auch treffen, dass sie mit der Unterschrift unter den Vertrag auf das Recht verzichten müssen, darüber zu bestimmen, wo ihre Bilder veröffentlicht werden und wo nicht. Auch dieses Recht fordert der Heidelberger Appell für alle Autoren ein.

Sollte sich so eine Regelung in Verlagskreisen durchsetzen, werden die Fotoagenturen einer wichtigen Quelle für Bildmaterial beraubt, was sicher für viele das wirtschaftliche Aus bedeuten wird. Damit schadet sich die Verlagsgruppe selbst, denn auch sie ist auf ein möglichst breites Angebot guter Archivfotos angewiesen. Viele Fotojournalisten glauben nicht daran, dass die Syndication des Verlages ähnliche Erträge abwirft, wie der Vertrieb ihrer Bildagenturen, mit denen sie vertraglich verbunden sind. Weil Magazine nur sehr ungern Bilder drucken, die mit dem Urhebervermerk ihres Konkurrenten versehen sind, sind die Marktchancen von Verlagsagenturen deutlich eingeschränkt. Honorare durch Weiterverkäufe sinken, und damit geht ein wichtiger Bestanteil des Einkommens von Fotojournalisten flöten.

Die Aufkündigung einer Partnerschaft

Die bisherigen Gepflogenheiten zwischen Fotojournalisten und Magazinen sollen mit den neuen Vertragsklauseln auf den Kopf gestellt werden. Während sich der Verlag allein vom Gedanken der Wirtschaftlichkeit, vom Streben nach Gewinn leiten lässt, wird auf die Existenz von Fotojournalisten und Bildagenturen, ihre wichtige Funktion für Gesellschaft und Kultur, keine Rücksicht genommen. Mit Verantwortungsbewusstsein – nicht nur für das eigene Unternehmen – hat das wenig zu tun. Auch der Begriff „Geschäftspartner“ hat seinen Sinn verloren.

Gegen das Diktat des Vertrages formiert sich einen breite Allianz von Fotojournalisten und Bildagenturen. Sie wollen den Vertrag nicht akzeptieren. Innerhalb kürzester Zeit haben sich mehr als 300 Fotojournalisten in eine Liste eingetragen, die sich wie das Who is Who des Fotojournalismus liest. Sie machen damit deutlich, dass Sie auf dieser Grundlage nicht zu einer Zusammenarbeit mit dem Jahreszeitenverlag bereit sind.

Für den Jahreszeiten Verlag stellt sich damit die Frage, was ein Vertrag wert ist, für den der überwiegende Teil der Fotojournalisten nicht als Vertragspartner zur Verfügung steht. Gerade so hochwertige Magazine wie Merian, das seit 1948 monatlich erscheint, leben von den hervorragenden kreativen Arbeiten der Fotojournalisten, die für sie rund um den Globus reisen.

Der Ruin der journalistischen Freiheit

Thomas Ganske antwortete auf ein FREELENS-Schreiben lediglich mit Allgemeinplätzen. Lapidar heißt es: „Ich wünsche mir für die Zukunft eine konstruktive Zusammenarbeit. Wir werden unsererseits alles dafür tun, dass die hochwertigen Zeitschriften aus unserem Hause weiter erscheinen können." Ein frommer Wunsch, denn es ist die Frage erlaubt, wie es in Zukunft um die optische Qualität steht.

Es muss Magazinen mit hohem Anspruch an die eigene Bildsprache doch darum gehen, mit den besten Fotojournalisten zu arbeiten – und nicht mit denen, die zu jedweden Bedingungen bereit sind Ihre Reportagen zu liefern. Es muss doch darum gehen, den Fotojournalisten Ihre Freiheit zu erhalten, weil eben dieses freie unabhängige Denken diese Menschen dazu befähigt, kreative Akzente zu setzen.

Ein Fotojournalist ist tagtäglich darauf angewiesen, das Vertrauen der Menschen, die er fotografiert, zu gewinnen. Wie soll er für einen Verlag arbeiten, für den Vertrauen ein Fremdwort ist?

Zum Appell und zur Unterschriftenliste